Schwimmkurs für Kinder

Projekt von Geflüchteten im Hallenbad Süd

Spiel und Bewegungssport im Wasser ist für Kinder ein großer Spaß – aber birgt auch Gefahren, wenn Kinder nicht sicher schwimmen können. Viele Eltern, die mit ihren Kindern die Begegnungsstätte „Café Asyl“ in LU-Mundenheim besuchen, berichteten seit vergangenem Jahr zunehmend besorgt, wie schwierig es sei, außerhalb vom schulischen Schwimmunterricht einen bezahlbaren Schwimmkurs für ihre Kinder zu finden.
Eine Umfrage bei der DLRG Ludwigshafen und anderen gemeinnützigen Sportvereinen bestätigte den Eindruck der Eltern, dass allseits Schwimmkurse für Kinder auf absehbare Zeit ausgebucht und die Wartelisten lang seien.

Auf diesem Hintergrund entschloss sich unser Verein, selbst die Initiative zu ergreifen und einen Schwimmkurs in Eigenregie anzubieten. Es gelang, im Herbst 2024 in Kooperation mit dem Café Asyl, der Ev. Christuskirchengemeinde und der Stadtverwaltung „Bereich Bäder“, ein solches Projekt zu starten. Ziel sollte ein Schwimmkurs für Kinder aus dem Café Asyl sein, der unter Anleitung einer Schwimmtrainerin den Kindern Gelegenheit gibt, sich angstfrei im Wasser zu bewegen und möglichst schwimmen zu lernen und ggfls. die „Seepferdchen“- Prüfung abzulegen.

Seitdem wurden zwei Schwimmkurse über 10-15 Wochen mit insgesamt 24 Kindern in jeweils 2 Gruppen im Alter von 5-7 Jahren und 8-11 Jahren abgeschlossen. Auf einer Warteliste freuen sich weitere 12-14 Kinder auf den nächsten Kurs nach Wiedereröffnung des Hallenbad Süd im Herbst.

Zur Durchführung:

Kurskonzept und Ablauf waren mit der Schwimmtrainerin entwickelt worden, die Organisation mit der Stadt und Hallenbadleitung abgesprochen. Ein abgetrennter Bereich des Hallenbad Süd stand pro Termin für eine Stunde zur Verfügung, in der hintereinander für die beiden Gruppen à 6 Kinder halbstündiger Schwimmunterricht stattfand. Die Kinder kamen stets in Begleitung eines Elternteils, der beim Umkleiden half und die Eintrittskarten vorzeigte. Die Initiatorin des Projekts war bei jedem Termin koordinierend dabei und für alle beteiligten Seiten ansprechbar.

Die Projektkosten (Honorar Trainerin, Nutzungsgebühr Hallenbad, Schwimmhilfen) wurden von unserem Verein getragen, die Einlass-Tickets und Fahrtkosten als Eigenanteil von den Eltern der teilnehmenden Kinder.

Zum Ergebnis:

Der gesamte Kurs wurde von den Kindern begeistert angenommen; außer in 1 oder 2 Krankheitsfällen versäumten sie keinen Termin und berichteten hinterher stets freudig und stolz von Fortschritten. Die Kinder genossen offensichtlich die Gemeinschaft, die offene und ermutigende Art der Schwimmtrainerin und vor allem den Unterricht im Wasser. Am Ende des Kurses erhielt jedes Kind eine Urkunde, einige Kinder sogar das Seepferdchen Zertifikat.

Auch die Eltern zeigten sich sehr zufrieden und motiviert, zusätzlich mit den Kindern in der Freizeit ins Schwimmbad zu gehen. Sie berichteten nach Abschluss des Kurses, dass ihre Kinder sich sicherer und verantwortungsvoller nicht nur im Wasser bewegten, sondern auch im Alltag selbstbewusster wirken würden.

Insgesamt war es also bisher ein erfolgreiches Projekt, das vor Augen führt, wie wichtig und lohnend es ist, Gelegenheiten zur leichteren Bewältigung von Alltagsanforderungen zu geben, vor allem Kindern von Geflüchteten, die in ihrer Entwicklung viel zu meistern haben und Unterstützung dankbar nutzen.

Auch „schwimmen können“ macht stark – und kann im Notfall lebensrettend sein!


August 2025
Barbara Kulick

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